Entsäuerungskur

Entsäuerungskur

1. Welche Krankheiten können durch Übersäuerung gefördert werden?

ADHS und weitere Wahrnehmungsstörungen, Akne, Aphten, Angina Pectoris, Allergien auch Nahrungsmittelallergien, Arthritis und Arthrose, Asthma bronchiale, Bandscheibenbeschwerden, Bluthochdruck, Burn-out-Syndrom, Morbus Bechterew, Diabetes mellitus, Depression, Ekzeme, Gallensteine, Gicht, Herpes, Herzinfarkt, Herzschwäche, Heuschnupfen, Infektneigung, Ischialgie, Krebs, Magengeschwür, Menstruationsbeschwerden, Migräne, Multiple Sklerose, Muskelkater, Muskelverspannung, Nasennebenhöhlenentzündungen, Neurodermitis, Nichtalkoholische Fettleber, Nierensteine, offene Beine (Ulcus Cruris), Osteoporose, Parodontitis, Psoriasis, Reizdarm, Rheuma, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schlaganfall, Schwindel, Spannungskopfschmerz, Übergewicht, Verstopfung, Zahnkaries, Zervikalsyndrom u.v.m.

2. Woher kommt die Übersäuerung?

a) Ernährung:
* Stark säuernd sind: Zucker, Fleisch, Wurst, Ei, Fisch, Quark, Kaffee, Alkohol, Röststoffe, Weißmehlprodukte wie Nudeln, Semmeln, Brezen… (ACHTUNG: Die Dosis macht das Gift! Meint: Ab und zu eine Semmel, gut gekaut schadet natürlich nicht)
* Basisch sind: Kartoffeln, Gemüse, Gemüse, Gemüse, Salate
* Rohkost kann basisch wirken: reif, in mäßigen Mengen, sehr gut gekaut, nicht zu spät am Abend,bei gesundem Darm
* Rohkost wirkt säuernd: unreif, in großen Mengen, schlecht gekaut, zu spät abends, bei krankem Darm, als Fruchtsaft oder Smoothie

Ernährungsregeln:
Alles sehr fein zerkauen und einspeicheln (jeden Bissen mind. 30 mal Kauen), sonst entsteht im Darm ein Gärungsprozess.
Keine Zwischenmahlzeiten, außer bei beginnender Unterzuckerung. Obst, Salat, Rohkost nicht nach gekochten Speisen, sondern vorher.
Abendmahlzeiten nicht zu spät und nicht zu reichlich, Abends keine Rohkost.
Milch und Säfte nur verdünnt trinken.
Nur so viel Saft trinken, wie man von der Frucht essen würde.
Während des Essens nicht trinken, zwischen den Mahlzeiten viel und oft trinken.
3x so viel Gemüse wie Fleisch essen, jeden 2. Tag fleischlos.

b) Bewegungsmangel
Im Organismus entstandene Säuren werden nicht richtig aus dem Gewebe abtransportiert und können weder über die Lungen gescheit abgeatmet noch über die Haut ausgeschwitzt werden.

c) Stress, Sorgen, Ängste
Wenn der Organismus „ständig unter Strom steht“, werden massenhaft Säuren produziert.

d) Schlafmangel, Lebensführung nicht im Biorhythmus, Elektrosmog, Erdstrahlen, Schichtdienst u.v.m. führt zu einer vermehrten Säureproduktion im Organismus.

3. Womit wird die Entsäuerung durchgeführt?

Mit einem basischen Mineralsalzgemisch, wie z.B. pH Balance, Basenpulver® von der Fa. Pascoe. Zur pH-Messung des Urins ein Indikatorpapier z.B.: Uralyt®- U von der Fa. Madaus benutzen. Der pH Wert des Urins wird nur am Morgenurin gemessen.

4. Wie wird die Entsäuerung durchgeführt?

Erster Tag:
Vor der ersten Einnahme von Basenpulver Morgenurin messen.

  • bei pH über 7,0 (=basisch):
    an den nächsten 3 Tagen erneut Morgenurin messen und aufschreiben. Sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten! Es besteht der Verdacht auf eine Säureausscheidungshemmung, falls ansonsten Anzeichen für eine Übersäuerung des Organismus vorliegen.
  • bei pH unter 6,9 (= sauer):
    mit der Einnahme des Basenpulvers beginnen: Abends 1 gestrichenen Teelöffel Basenpulver in einem Glas Wasser auflösen und nach dem Zähneputzen trinken.

Ab dem 2. Tag:

  • bei pH 7,0 bis 7,5 (=genau richtig):
    Dosierung vom Vortag beibehalten
  • bei pH unter 6,9 (=noch zu sauer):
    Menge des Basenpulvers erhöhen, z.B. 3 mal statt 2 mal, gehäufter statt gestrichener Teelöffel, evtl. doppelte Abendportion.
  • bei pH über 7,5 (=zu basisch):
    Dosis vermindern Auf diese Art kann die individuelle optimale Dosis ermittelt werden. Nach ein paar Tagen ist die Kontrolle des Morgenurins nur noch alle 2-3 Tage nötig. Gelegentliches Vergessen ist nicht so schlimm, aber abends möglichst immer dran denken!
    Vormittags bis spätestens 15 Uhr mindestens 1,5 Liter pro Tag trinken, damit die freiwerdenden Säuren über die Nieren ausgeschieden werden können.

5. Wie lange soll die Entsäuerung durchgeführt werden?

In der Vergangenheit konnten viele saure Schadstoffe und Schlacken nicht durch die Nieren ausgeschieden werden, sie wurden im Körper wie Mülldeponien abgelagert und im Zwischenzellgewebe gespeichert. Diese Säuredeponien werden durch ein leichtes Überangebot an basischen Stoffen langsam gelöst, durch die basischen Stoffe neutralisiert und über Haut, Atmung und Nieren ausgeschieden.

ACHTUNG: Wird die Kur zu früh abgebrochen (z.B. weil sich Beschwerden sich gebessert haben oder weil die anfängliche Heilreaktion zu heftig ist), setzt der Körper zunächst noch weiter alte Säuren frei. Diese werden plötzlich nicht mehr neutralisiert und können die Nieren belasten. Es geht Ihnen schlechter als vorher. Zu früh die Entsäuerungskur zu beenden ist praktisch der einzige Fehler, den Sie machen können.
20-jährige entsäuern mindestens 6-8 Wochen, 50-jährige etwa 3-6 Monate, nach Rücksprache mit dem Therapeuten evtl. sogar länger. Dann langsam ausschleichen, d.h., die Menge des Basenpulvers über mehrere Tage verteilt  gleichmäßig verringern.

6. Nebenwirkungen:

Wie bei jedem Naturheilverfahren können anfangs sog. Heilreaktionen auftreten. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die alten Säuredeponien aufgelöst werden. Solche Heilreaktionen treten meist in den ersten Tagen nach Beginn der Entsäuerungskur auf und können z.B.: Kopfschmerzen oder Gelenk- und Gliederschmerzen wie bei einer beginnenden Grippe sein. Sollten diese Heilreaktionen sehr stark sein, sprechen Sie mit Ihrem Therapeuten und nehmen ggf. zwischendurch zusätzlich Basenpulver ein. Nur nicht aufgeben!

7. Kontraindikation (Gegenanzeigen):

Die Entsäuerungskur darf NICHT durchgeführt werden:

  • Bei schweren Nierenfunktionsstörungen, bei denen Sie nur mit Medikamenten Wasser lassen können
  • Bei Kaliumausscheidungsstörungen durch Nierenerkrankungen
  • Bei Neigung zu Krampfanfällen (Tetanie, Epilepsie)
  • Bei akuten Harnwegsinfektionen

Sollten Sie sich aufgrund Ihrer Vorerkrankungen nicht sicher sein, ob diese Entsäuerungskur etwas für Sie ist, fragen Sie Ihren Hausarzt! Er kennt Sie am besten und weiß sicher Rat.